Waldwelt

 

Die Lebuser Region ist die am meisten bewaldete Region Polens. Fast die Hälfte der Region (48,7 Prozent) ist mit Wäldern bewachsen. Im Süden gehören die Wälder Bory Dolnośląskie, Lasy Przemkowskie und Lasy Szprotawskie zu den wichtigsten Waldgebieten. Im Norden sind das die Urwälder Puszcza Notecka und Puszcza Drawska. Der zentrale Teil der Waldflächen bilden der Wald Bory Zielonogórskie und der Urwald Puszcza Rzepińska.

In den Lebuser Wäldern dominieren Kiefer, aber am wichtigsten sind Eichen. Es gibt hier die älteste Eiche Polens - Chrobry mit dem größten Holzvolumen (drittgroß in Mitteleuropa). Sie wächst seit etwa 750 Jahren in Piotrowice bei Szprotawa (Sprottau). Aus ihren Eicheln, die vom Johannes Paul II. geweiht wurden, wurden 500 Setzlingen gezüchtet, die jetzt in ganz Polen als die sog. Papsteichen wachsen.

Eine weitere große Eiche im Land der Herzogin Dorothea de Talleyrand war Napoleon. Die dickste Eiche in Polen, die im Umfang fast 11 m hatte, stand in einer ruhigen Gegend nicht weit von der Oder bei Zabór. Man konnte sie bewundern, wenn man auf dem Nordic-Walking-Weg von der Seite von Tarnawa ging. Sie wurde 2010 verbrannt. Die Regionaldirektion der staatlichen Wälder in Zielona Góra wird anstelle der verbrannten Eiche ihren Nachkömmling einpflanzen.

Da aber die Kiefernwälder im Lebuser Land dominieren, finden wir hier auch die dickste Kiefer in Polen. Ein paar Kilometer hinter Sulechów in Richtung Poznań (Posen), wächst Waligóra (6,5 m im Umfang). Parken Sie auf dem Parkplatz an der Straße und nach einem 5 Minuten langen Spaziergang können Sie den Riesen bewundern.

Die Pilze kann man hier... eigentlich überall finden, wo Sie sich anhalten und in den Wald hineingehen. Vergessen Sie einen Korb nicht! Die Lebuser Wälder sind auch voll von Wildtieren, auf die man von Zeit zu Zeit eine Jagd organisieren kann.